Die deutsche Kulturpolitik sorgt für Ausgewogenheit

Der Begriff Kulturpolitik bezeichnet im Wesentlichen das Handeln eines Staates im Bereich von Kunst. Dazu zählen neben der darstellenden Kunst auch die bildende Kunst sowie Literatur und Musik. Die Kulturpolitik kann man in fünf Bereiche unterteilen. Hier muss die Kunst einschließlich des Schutzes und der Pflege von Kulturgütern ebenso erwähnt werden, wie die Medienpolitik, bei der die Regelung von Rundfunk und Presse geordnet wird. Die Religionspolitik ist ebenfalls zu berücksichtigen.

Wichtig für die Demokratie

Die Medienpolitik spielt eine essenzielle Rolle beim Funktionieren der demokratischen Verfassung. In der Medienpolitik werden Maßnahmen zum Schutz der freien Meinungsäußerung getroffen. Sie muss gleichzeitig sicherstellen, dass wirtschaftliche und politische medienpolitische Entscheidungen für die Bürger eher indirekt erfolgen. Zur Pflege von Kulturgütern muss die Kulturpolitik erreichen, dass genügend finanzielle Mittel zur Verfügung stehen. Der Begriff Kulturgut wird zwar in Deutschland vielfältig verwendet, jedoch umfasst dieser Begriff in jedem Fall, Baudenkmäler wie Kirchen, Schlösser oder Klöster. Die Restaurierung und Erhaltung dieser Zeugnisse vergangener Zeiten wird durch die Kulturpolitik sichergestellt. Beispielsweise kostete der Erhalt des Kölner Doms bisher mehrere Millionen Euro. Ein Abschluss der Arbeiten ist auch in den nächsten Jahren nicht abzusehen.

Förderung kultureller Einrichtungen

Ein weiterer Schwerpunkt der Kulturpolitik ist die Kulturförderung. Die direkte Förderung von öffentlichen Einrichtungen wie beispielsweise Museen, Theater oder Bibliotheken ist dabei besonders wichtig. Eine weitere Variante in diesem Bereich ist die Vergabe von Stipendien und Preisen. Die Förderung der Kultur wird durch die Schaffung sozialer und rechtlicher Rahmenbedingen erzielt. Auf diese Weise wird auch die private Kulturförderung möglich. Auf Bundesebene sind die Auswirkungen auf Kulturarbeit durch die Gesetzgebung größer als direkte Kulturförderung. Die Träger der Kulturpolitik müssen nicht immer staatliche Institutionen sein. Es können sich auch Vereine, Stiftungen oder Sponsoren um die Förderung von Kulturprogrammen kümmern. Allerdings ist es in erster Linie Aufgabe der Bundesländer, die dann ihre Kulturpolitik in der Kultusministerkonferenz unter einen Hut bringen müssen. Die auswärtige Bildungs- und Kulturpolitik ist dabei eine besondere Variante. Diese steht für die jeweilige Kultur eines Staates. Der deutsche Staat gestaltet seine auswärtige Kulturpolitik vor allem durch die vom Auswärtigen Amt finanzierten Kulturmittler. Das Goethe-Institut in München beispielsweise sorgt dafür, dass das Erscheinungsbild der deutschen auswärtigen Kulturpolitik ein gesundes Maß an Ausgewogenheit sicherstellt.

Prioritätensetzung

In Deutschland wird bei der Kulturpolitik besonderes Augenmerk auf die Prioritätensetzung gelegt. Bei der Auswahl der Förderwürdigkeit gehen die Meinungen stark auseinander. Werden kulturelle Minderheiten beispielsweise nicht berücksichtigt, wird dies oftmals bemängelt. Bei der Kulturpolitik ist die Förderung von Museen ein ganz besonderer Bereich. Die Sammlungen bedeutsamer und lehrlehrreicher Gegenstände müssen für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Museen haben die Aufgabe, Gegenstände aus zumeist vergangenen Tagen zu einem bestimmten Bereich fachgerecht und dauerhaft aufzubewahren. Aus Überzeugung sollten Museen die Zeugnisse der Geschichte der Menschheit bewahren. Ein Museum darf keine kommerzielle Struktur aufweisen. Allerdings gilt dies nicht für Privatmuseen. Ausstellungshallen oder andere Ausstellungen die eine kommerzielle Struktur haben, sind von Förderprogrammen bei der Kulturpolitik ausgeschlossen. Öffentliche Kulturbetriebe, die in öffentlicher Trägerschaft liegen sind beispielsweise Staatstheater oder auch Rundfunkanstalten, die zum Teil die gleichen Finanzierungsquellen haben. Die Einrichtungen sind teilweise auf regelmäßige finanzielle Unterstützung angewiesen.

Foto: Warren Rosenberg – Fotolia.com

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